Bildungspartnerschaften – für starke Jugendliche

Erstellt von Katja Gartz, bearbeitet durch QM Maobit-Ost | Startseite linke Spalte

Nur wenn Eltern mit den Lehrkräften an einem Strang ziehen, gelingt den Kindern und Jugendlichen der Erfolg in der Schule.

Katja Gartz, Projektmitartbeiterin des langjährigen QM Projekts Bildungspartnerschaften, berichtet hier darüber wie wichtig es ist, dass Eltern, Jugendliche und Schulen an einem Strang ziehen, wenn es um den Bildungserfolg der Jugendlichen geht.

In einer Klasse hat gerade der Englischunterricht begonnen, in einer anderen der Deutschunterricht und gegenüber steht Mathematik auf dem Stundenplan. Während die meisten Schülerinnen und Schüler dem Unterricht folgen und sich an den Übungen beteiligen, gibt es einige, die aus der Rolle fallen. Sie sind laut, stören ihre Mitschüler, beteiligen sich nicht am Unterricht und lassen sich von den Lehrkräften nichts sagen. Das Ergebnis liegt auf der Hand: schlechte Schulnoten, ein schlechter oder kein Schulabschluss und damit geringe Chancen für eine guten Start in das Berufsleben. Schon das negative Sozialverhalten weniger führt zu häufigen Unterbrechungen des Unterrichts. Das hat Folgen für alle Schülerinnen und Schüler, weil das Lern- und Leistungsniveau der gesamten Klasse abfällt.

Die verhaltensauffälligen Jugendlichen sind aufgrund ihres Alters in ihrer Persönlichkeit und ihrer Verhaltensweise bereits stark gefestigt. An sie heran zu kommen ist schwierig, denn sie lassen sich nichts sagen. Die Lehrerinnen und Lehrer schaffen es immer weniger, erfolgreich mit ihnen zu kommunizieren. Ihren Aufgaben, den Schülerinnen und Schülern etwas beizubringen und den Schulstoff zu vermitteln, kommen sie kaum noch nach. Hier ist Erziehungsarbeit gefragt.

Erreichbar sind diese Jugendlichen nur, wenn Eltern und Lehrkräfte ein starkes Team bilden und zusammenarbeiten. Ein regelmäßiger Austausch und häufige Gespräche zwischen Lehrerkräften, Schülern und Erziehungsberichtigten sind notwendig. Nur wenn die Lehrerinnen und Lehrer den Eltern vermitteln können, dass es um das Wohl ihres Kindes geht, sind die Eltern auch bereit, sich mit der Situation auseinanderzusetzen und mit ihrem Kind zu reden. So kann erreicht werden, dass auffällige Jugendliche wieder den Anschluss finden und Erfolg in der Schule haben.

Gelingt es den Lehrkräften nicht, eine gute Beziehung zu den Eltern aufzubauen, verbünden sich diese gemeinsam mit dem Kind gegen die Schule und die Lehrerinnen und Lehrer.

Einbezogen werden sollten die Eltern frühzeitig bei den ersten Auffälligkeiten, um ein zunehmendes Fehlverhalten zu vermeiden. Wichtig im Kontakt und bei einem gemeinsamen Gespräch mit Erziehungsberechtigten und Schüler ist immer, dass positive Informationen vermittelt werden. Dann öffnen sie sich und haben nicht das Bedürfnis sich zu verteidigen.

Ein persönliches Gespräch mit den Erziehungsberechtigten dauert mit Vor- und Nachbereitung meist etwa eine Stunde. Um die Klassenleitungen zu entlasten, sollten die Gespräche auch von anderen an der Schule tätigen Personen geführt werden.

Die Verbesserung der Kommunikation zwischen Eltern und Schule gehört zu den Zielen des Projekts „Bildungspartnerschaften“ an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule. Realisiert wird das Projekt von Pädagoginnen und Pädagogen, die durch laufende Kooperationen die Schule gut kennen.

 

 

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