Quelle: Quartiersmanagement Berlin

Das Programm Soziale Stadt in Berlin

Seit 1999 unterstützt das Berliner Quartiersmanagement (QM) benachteiligte Stadtteile (Quartiere). Es startete als Pilotprojekt im Bund-Länder-Städteförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“. Seitdem wird es in der Praxis weiterentwickelt.

Das Ziel der Berliner Quartiersmanagements ist es Stadtteile zu stabilisieren denen droht, von der gesamtstädtischen Entwicklung abgehängt zu werden. Quartiersmanagement soll negative Folgen von gesellschaftlicher Benachteiligung abmildern oder kompensieren. Damit Quartiere mit besonderen sozialen Integrationsaufgaben ihr Potenzial entwickeln können, aktiviert Quartiersmanagement die Bewohnerschaft und beteiligt sie an der Weiterentwicklung ihres Kiezes.

 

Übersichtskarte aller Berliner Quartiersmanagementgebiete.

 

Das Grundgerüst erfolgreichen Quartiersmanagements:

  • ein Quartiersmanagementteam ist vor Ort zentraler Organisator und Netzwerker im Stadtteil
  • ein Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) für den Stadtteil bildet die Basis für Beteiligung und Projekte sowie die strategische Entwicklung des Kiezes
  • Quartiersräte und Aktionsfondsjuries verleihen der Bewohnerschaft eine Stimme
  • ein Budget mit mehreren Quartiersfonds finanziert Angebote vor Ort und Hilfe zur Selbsthilfe
  • aktive fachübergreifende Zusammenarbeit in der Verwaltung
  • eine Vielzahl an Projekten in den drei zentralen Handlungsfeldern Bildung, öffentlicher Raum sowie soziale und ethnische Integration
  • zivilgesellschaftliches Engagement für einen solidarischen Stadtteil ist eine Basis für die Zukunft
QM-Gebiete - Stand: Januar 2016, Quelle: Quartiersmanagement Berlin

Verstetigung

Das Programm Soziale Stadt ist eine zeitlich und örtliche begrenzte Interventionsstrategie und nicht auf Dauer angelegt. Ist ein Gebiet erfolgreich stabilisiert, sodass die Regelversorgung des Bezirkes ausreichend ist, leitet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die Beendigung des Quartiersmanagements in einem Gebiet ein. Dazu gibt es eine zweijährige Übergangsphase, damit bewohnergetragene Strukturen weiter gefestigt werden können. Diese Phase nennt sich Verstetigung.

Kriterien und Indikatoren zur Verstetigung eines Gebietes

  1. Daten zur sozialen Lage auf Grundlage des Monitorings Soziale Stadtentwicklung 
  2. Qualität der lokalen Strukturen und Bedingungen vor Ort wie Aktivierung der Bewohnerschaft, Verantwortungsübernahme für den Kiez, Vernetzung, Bildungserfolge, lebendiger Kiez, Wohnzufriedenheit

Zwei Kriteriengruppen mit verschiedenen Indikatoren bilden die Grundlage dafür, welches der Quartiersmanagementgebiete in Regelstrukturen übergeleitet werden kann. Berücksichtigt wird auch die Dauer des Quartiersmanagementverfahrens.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“. 

Der gesamte Programmleitfaden für das Programm „Soziale Stadt“ zum Herunterladen und lesen

Informationen zum Quartiersmanagement in Leichter Sprache – hier klicken.

 

Quelle: Quartiersmanagement Berlin, bearbeitet: QM-Team