Moabiter Filmkultur e.V.

Erstellt von Moabiter Filmkultur e.V., bearbeitet: QM-Team/FH | Neuigkeiten

50 Jahre Drehort Moabit

Kino für Moabit – Wir machen Kino wo es keines mehr gibt – ist eine Wanderkinoinitiative, die seit sieben Jahren an wechselnden Orten im Stadtteil Filmvorführungen organisiert. Für das professionell kuratierte Programm werden die Filme passend zu den Vorführorten und Gelegenheiten ausgewählt. Die Finanzierung erfolgt aus öffentlichen Fördergeldern, Spenden und Vereinsmitteln.

Am 25. August um 20 Uhr wird "Der Tod im roten Jaguar" in der Classic Remise Berlin, Wiebestraße 36-37, gezeigt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Halle ist ab 19 Uhr geöffnet. Das Restaurant Trofeo bietet zum Film passende Gerichte an.

Die Dreharbeiten fanden im März und April 1968 in den Tempelhofer Ufa-Studios, in Hamburg, Hessen und West-Berlin statt, hier u. a. im Hansaviertel, im Märkischen Viertel, am Teufelsberg, am Hansatheater und in der AEG-Turbinenhalle in Moabit. Wie schon in den früheren Werken der Jerry-Cotton-Reihe stellten diese Orte im Film Schauplätze der Handlung, also vermeintlich in den USA liegende Gebäude und Stadtansichten dar. Aus Kostengründen konnten dort bestenfalls wenige Einstellungen gedreht werden und es wurden Location-Scouts auf die Suche nach Plätzen mit „amerikanischem Flair“ ausgesandt. Auch wenn das für das Publikum wohl schon immer durchschaubar war, ist es gerade dieser Aspekt, der bis heute zum anhaltenden Charme der Cottonfilme beiträgt.

Im Film wird der New Yorker FBI-Agent mit dem scherzhaft gemeinten Namen („Jerry Baumwolle“) für Ermittlungen in einer Mordserie nach San Francisco geschickt. Um die Verantwortlichen zu entlarven, muss er sein eigenes Leben riskieren und sich selbst als Ziel des nächsten Verbrechens anbieten …

Zu Cottons Erkennungszeichen gehört schon in der Literaturvorlage sein Wagen, ein roter Jaguar (im Film: ein E-Type Coupé der Serie 1). Die Regie der deutsch-italienischen Produktion führte Harald Reinl, der schon mit den Edgar-Wallace- und Karl-May-Filmen erfolgreich war. Der Titelheld wurde in allen acht Filmen von dem US-Schauspieler George Nader verkörpert. In weiteren Rollen sind Heinz Weiss und Grit Böttcher zu sehen. Seine Uraufführung erlebte der „rote Jaguar“ am 15. August 1968 im Münchner Mathäser Filmpalast; im anschließenden Spätsommer und Herbst lief er in den deutschen Kinos.

Mehr Infos zum Verein gibt es hier.

Hier können Sie den Flyer zur Filmvorführung herunterladen.

Foto: Moabiter Filmkultur e.V.