Neue und alte Nachbarschaften in der Lehrter Straße

Basteln mit der Kufa, Foto: Stefan Fürstenau
Veranstaltung in der Kufa, Foto: Robin Hirsinger
Veranstaltung in der Kufa, Foto: Robin Hirsinger
Logo: Kufa

-- Aktuelles aus dem Projekt --

Name des Projektes: Neue und alte Nachbarschaften in der Lehrter Straße

Laufzeit des Projektes: 1. März 2017 – 31.12.2019

Fördervolumen: 39.000 €

 

Projektbeschreibung:

Um die Kulturfabrik als nachbarschaftlichen Kultur- und Begegnungsort weiter zu stärken und auszubauen und die Angebote im Kiez bekannter zu machen, ist im Juli 2014 das Projekt „Kufa und die Nachbarschaft“ gestartet. Zur Aktivierung der Nachbarschaft, die Angebote in der Kulturfabrik stärker zu nutzen bzw. auch selber mitzugestalten, wurden in regelmäßig stattfindenden Nachbarschaftsrunden Ideen und Konzepte für neue Projekte, gemeinsame Feste und Aktivitäten geplant und umgesetzt.

Die Kontinuität, Stabilität und Qualität der Angebote haben sich verbessert und die Kulturfabrik konnte mehr Ehrenamt binden. So hat sich ein festes Team an ehrenamtlichen Mitarbeitern etabliert, das uns kontinuierlich unterstützt. Die Angebote der Pädagogen sind ein fester Bestandteil im Alltagsleben der Kinder geworden und werden regelmäßig angefragt und genutzt. Auch die jährlichen Feste und Kleinprojekte sind in der Nachbarschaft fest verankert und dienen dazu, dass die „alte“ und „neue“ Nachbarschaft zusammenkommt, sich austauscht und kennenlernt. Durch die Erfahrung, die wir während des Projektes gesammelt haben, können wir nun gezielter Angebote machen und Strukturen aufbauen, um z.B. eine bessere Einbindung der Eltern zu erreichen, Jugendliche zu aktivieren mitzumachen und die Nachbarschaft zu vernetzen. Um auf den bisher entstandenen Strukturen weiter aufzubauen und diese zu verstetigen möchten wir das Projekt mit leicht veränderten Schwerpunkten fortführen.

Zielgruppe sind alle BürgerInnen v.a. aus dem Kiez Moabit-Ost: Nachbarn/Anwohner, Familien, Kinder und Jugendliche, benachbarte Einrichtungen, Gewerbetreibende, Unternehmen, Künstler

1. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten und tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft bei. Sie sorgen dafür, dass Vielfalt zur Normalität wird. Mit unseren Angeboten möchten wir das Verständnis verschiedener gesellschaftlicher Gruppen füreinander vertiefen und die Vielfalt der unterschiedlichen Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten für ein gemeinsames Vorhaben und langfristiges Engagement nutzen.

2. Pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche aus bildungsferneren Haushalten sind von großer Bedeutung. Diesen Kindern und Jugendlichen fällt das Lernen im schulischen Rahmen oft schwer, finanzielle Mittel für Freizeitangebote sind oft nicht vorhanden. Sie können gerade durch außerschulische, informelle Bildungsangebote lernen und sich weiterentwickeln. Auch die Elterneinbindung kann nur durch Angebote für ihre Kinder gelingen. Die außerschulischen Spiel-, Bildungs- und Freizeitangebote bieten Kindern die Chance, ihre Selbstwirksamkeit zu erleben und mit anderen in Kontakt zu kommen, Freundschaften zu schließen und Erlebtes zu verarbeiten. Lebensweltorientierte Angebote erleichtern ihnen die Teilhabemöglichkeiten und helfen Ihnen ihr Selbstverständnis neu aufzubauen. Durch die Angebote soll u.a. die Förderung von generationsübergreifenden Beziehungen durch intensive Einbindung aller Familienmitglieder erfolgen.

3. Angebote für die „alte“ und „neue“ Nachbarschaft Der Kiez und die Bevölkerungsstruktur haben sich verändert und werden sich v.a. durch den Bau der Groth-Gruppe sowie der Europacity in der Heidestraße noch weiter verändern. Alte Kiezbewohner, temporäre Neuberliner*innen aus der Geflüchtetenunterkunft in der Kruppstraße und Neu-Zugezogene, zumeist besser gestellte Bevölkerungsschichten, wohnen in direkter Nachbarschaft. Um möglichen Konflikten vorzugreifen, möchten wir mit unseren kulturellen Angeboten wie Open-Air Kino, Theaterworkshops, Impro-Theater, Sommer-, Winterfest, Konzerten, Jamsessions, Poetry-Slam, Diskussionsabenden u.v.m. die Begegnung und Kommunikation untereinander fördern, Begegnungen der Vielfalt schaffen, die Verständigung fördern, um so Gemeinsamkeiten zu finden und Gemeinsames zu schaffen.

 

Kurze allgemeine Informationen zum Träger:

Der Kulturfabrik Lehrter Str. 35 e.V. ist seit langem als soziokulturelles Zentrum mit vielfältigen – vor allem ehrenamtlich organisierten – Angeboten aus den Bereichen Theater, Kino, Konzert und einer Nachbarschaftswerkstatt in der Region ansässig und widmet sich seit 9 Jahren der Kinder- und Jugendarbeit. Die Kulturfabrik bietet Menschen aller Generation und Kulturen eine Begegnungsmöglichkeit und ist Anlaufstelle für Anwohner, benachbarte Einrichtungen, Künstler, Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten. Das Zusammenwirken von Kulturarbeit und sozialem Engagement bildet den wesentlichen Kern der gemeinschaftlichen Arbeit.

 

Kontaktinformationen:

Kulturfabrik Lehrter Str. 35 e.V.

Lehrter Straße 35, 10557 Berlin

Tel: 030 397 50 56

Fax: 030 948 89 012

E-Mail: projekte@kulturfabrik-moabit.de oder buero@kulturfabrik-moabit.de, Internet: www.kulturfabrik-moabit.de

Ansprechpartner*innen:

Robin Hirsinger, Mobil 01621599453, nachbarschaft@kulturfabrik-moabit.de

Gabi Franzke, Mobil: 01621654710, projekte@kulturfabrik-moabit.de




Autor*innen: Kufa, Stand: März 2017